Obwohl die Mannschaft mit gleich acht Ausfällen und damit in Minimalbesetzung antreten musste, zeigte sie ihre bis dahinstärkste Saisonleistungen – und das unter der Leitung von Interimstrainerin Loredana Miricioiu, die den parallel bei den Herren 1 aktiven Cheftrainer Martin Jansen hervorragend vertrat.
Die HSG startete schwach in die Partie und lag früh mit vier Toren zurück. Erst nach rund 20 Minuten fanden die Damen in ihr Spiel, blieben geduldig und arbeiteten sich Schritt für Schritt zurück. Interimstrainerin Miricioiu zeigte sich begeistert vom Kampfgeist ihres Teams:
„Was für ein Spiel! Was für ein Comeback! Die Mädels haben sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, obwohl wir anfangs mit 4 Toren hinten lagen. Sie haben gekämpft, sich gegenseitig unterstützt und alles umgesetzt, was in der Halbzeitpause angesprochen wurde. Genau so spielt ein Team – pure Mentalität und Leidenschaft.“
Tatsächlich wurde die Begegnung ab diesem Zeitpunkt komplett gedreht. Die Abwehr der HSG stand immer kompakter, zwang die Fürstenfeldbrucker Angreiferinnen zu Fehlern und ließ phasenweise kaum noch Torabschlüsse zu. Gleichzeitig fanden die HSGlerinnen im Angriff gute Lösungen gegen die offensive Deckung der Gastgeberinnen – insbesondere durch sauber gespielte Doppelpässe und präzise Abspiele an den Kreis.
Abwehrchefin Nadine Ankershoffen fasste die Leistungssteigerung treffend zusammen:
„Wir haben ab der 20. Minute in der Abwehr Beton angerührt und nur noch wenig zugelassen – und Felicitas im Tor war einfach sensationell.“
Mit dieser defensiven Stabilität und einem starken Tempospiel im zweiten Durchgang übernahm die HSG endgültig die Kontrolle und setzte sich immer weiter ab. Besonders die Achse aus einer bärenstarken Felicitas Hörl im Tor, den treffsicheren Rückraumspielerinnen und einer geschlossenen Mannschaftsleistung sorgte dafür, dass der Vorsprung bis zum Ende souverän gehalten und sogar ausgebaut wurde.
Trotz des kleinen Kaders zeigte die HSG eindrucksvoll, dass „Quantität nicht Qualität“ bedeutet. Die Mannschaft bewies Moral, Kondition und spielerische Klasse und feierte am Ende einen völlig verdienten 22:28-Auswärtserfolg – ein Sieg, der Mut macht und der zeigt, wie groß der Zusammenhalt in diesem Team ist.
Es spielten:
Felicitas Hörl (Tor), Lisa Günther (5), Franziska Nailis, Franziska Hentschel (3), Anica Rothaug (7), Carolin Lerche (1), Lilly Groß, Pirkko Schmid, Anja Gromen (8/1), Nadine Ankershoffen (4)